Kraftwerk Kruckel

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Historisches Wahrzeichen in unserer Heimat, Teil III:

Das Kraftwerk

Die Zeche Wiendahlsbank war in Kruckel und Umgebung der größte Arbeitgeber und somit ein Machtfaktor welcher andere Firmen anzog.

Nachdem Werner von Siemens 1866 die Dynamomaschine erfand, begann die Entwicklung des elektrischen Antriebes.

Als erste der westfälischen Städte baute Dortmund ein eigenes Kraftwerk, welches 1897 in Betrieb genommen wurde. Dieses Kraftwerk war die Keimzelle der neu entstandenen RWE (Rheinisch Westfälisches Elektrizitätswerk AG). Aber das Kraftwerk in Dortmund reichte dem RWE nicht aus, das RWE strebte weitere Kraftwerke an. Es wurde ein Standort gesucht, auf dem genügend Platz war, um ein Kraftwerk aufzubauen, und welcher nahe genug an einer Kohleversorgung lag, die zur Energiegewinnung benötigt wurde.

Hier bot sich das Grundstück der Zeche Wiendahlsbank an, welche damals zu Stinnes Konzern gehörte, gegenüber der Marken-Ausgabe. Hier baute die WVE 1905 die Zentrale II. Es wurden Kabel verlegt, um die Gemeinden Hörde, Barop, Schüren, Aplerbeck und Holzwickede zu versorgen.

Allerdings regte sich gegen das drohende Monopol des Stinnes-Konzerns in Dortmund Widerspruch. Lange und schwierige Verkaufsverhandlungen standen an und endeten 1908 mit dem Verkauf des Kraftwerkes in Kruckel an die neu gegründete Aktiengesellschaft Westfälisches Verbands-Elektrizitätswerk (WVE) mit Sitz in Kruckel, die 1923 an die Dortmunder und Verbands-Elektrizitätswerk GmbH kam, die bereits 1925 wiederum in der neu gegründeten Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen GmbH (seit 1930 AG) aufging.

WVE kaufte ihr eigenes Kraftwerk?? Klären!

1906 war auf Initiative verschiedener Land- und Stadtkreise in Westfalen – insbesondere der Landkreise Bochum, Recklinghausen und Gelsenkirchen sowie der Stadtkreise Bochum und Herne – unter Unterstützung der Bergwerksgesellschaft Hibernia und der Berliner Handels-Gesellschaft das Elektrizitätswerk Westfalen (EW) AG - auch(?) Westfälisches Verbands-Elektrizitätswerk (WVE) AG - mit Sitz in Bochum (Krukel?) gegründet worden. Ziel war es, die von verschiedenen Politikern wie Karl Gerstein und Felix von Merveldt als bedrohlich wahrgenommene Expansion des von Hugo Stinnes und August Thyssen unterstützten RWE zu stoppen. Hierbei wurden die Politiker von der Berliner Handels-Gesellschaft unter Walther Rathenau unterstützt, da seine AEG und weitere Elektrokonzerne ebenfalls versuchten, durch Druck auf RWE ihre Position im wachstumsstarken Energie- und Verkehrssektor zu stärken.

Erstes eigenes Kraftwerk der EW war somit das vom RWE projektierte Kraftwerk Kruckel, das aber erst 1925 vollständig in Besitz kam!? Das RWE hat damit auf die Energieversorgung des westfälischen Teil des Industriebezirkes verzichtet und diese der unter kommunaler Leitung stehenden EW überlassen. Deren Nachfolgerin VEW fusionierte schlussendlich 2000 mit dem RWE.

EW AG aquirierte 1925 die Dortmunder und Verbands-Elektrizitätswerk GmbH unter Umfirmierung in VEW GmbH!? Zusammenhang all dieser Firmen noch klären!

Im Krieg wurden die Anlagen überbeansprucht, und die Kühltürme erlitten Schäden. Bombenschäden im den letzten Tagen des Krieges trugen zur Entscheidung bei, das Kraftwerk 1956 stillzulegen.

Heute steht dort ein Umspannwerk und eine Freiluftschaltanlage. Ein weiteres Wahrzeichen ist verschwunden.