Bauernhöfe in Renninghausen und Brünninghausen

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Bauernhöfe in Renninghausen und Brünninghausen

In meinem Artikel über den Bauernfriedhof tauchen immer wieder Namen von verschiedenen Bauernhöfen auf welche heute nicht mehr vorhanden und vergessen sind. Einige Höfe werden in dem Buch von Dr. Hücker: „Ländliche Siedlungen zwischen Ardey und Hellweg“ (Oberamt Hörde) aufgeführt und sind somit der Nachwelt noch erhalten. Die Bauernschaft Brünninghausen (Brouningchusen) wird erstmalig um 1219 und Renninghausen (Renningchusen) um 1312 erwähnt und gehören somit zu den ältesten Wohnstätten im heutigen Dortmunder- Süden Alle aufgeführten Bauernhöfe gehörten anfangs des 19 Jahrhunderts zum Haus Brünninghausen also der Familie Romberg

Schloss Romberg.jpg

Haus Romberg Mitte des 19 Jh. Schloß Romberg lag mitten auf dem Gut Brünninghausen. Im II Weltkrieg wurde das Schloß stark beschädigt und 1952 abgerissen. Es blieb nur das Torhaus

Im Jahre 1596 hat Conrad von Romberg begonnen einen Besitz zu schaffen welcher in sich geschlossen war. Es wurden größere Bauergüter geteilt und zum Teil in Kotten verwandelt und der größere Teil der Ländereien an das Haus Brünninghausen angeschlossen so dass die Wirtschaftsfläche von Gut Brünninghausen immer größer wurde. Diese Arbeit setzte sein Sohn Caspar von Romberg fort. Auf einem kleinen Teil seines Gutes wurden Kotten gegründet dessen Kötter als Hilfskräfte auf dem gut erwünscht waren. Freiherr Gisbert von Romberg hat nach der Bauernbefreiung von 1815 diese Entwicklung deutlich verzögert, aus obigen Gründen, sodass die Ablösung vom Gut Brünninghausen zum Großteil erst 1848 und später erfolgte

Die Renninghausener und Brünninghausener Höfe

Das Dorf Brünninghausen (Brouninchusen)war im 13 Jahrhundert als Ministerialsitz von Brouninchusen ausgewiesen. der Sitz war auf dem Mönchshof. (Mellinghaus) Bis etwa 1350 war Dietrich Nordkerke zuständig. Nordkerke war auch als Droste in Hörde zuständig. In dieser Eigenschaft erbaute er das Wasserschloss in Brünninghausen. Im Jahre 1483 wurde das Wasserschloss an die Familie Rodenberg per Lehen übergeben und kam dadurch an die Familie Romberg.( Ein Zweig der Familie Rodenberg nannte sich später Romberg) Nach einer längeren Zeit indem das Schloss unbewohnt war (ca. 1530-1550) wurde es von der Familie Romberg wieder renoviert und teilweise durch einen Neubau ersetzt. Durch Ankauf im Jahre 1927 ging das Gut in den Besitz der Stadt Dortmund über. Durch Bombenangriff wurde es 1945 zerstört.

Heinrichsbauer in Renninghausen

Wahrscheinlich ist der Hof aus dem früheren Hellerhof und dem Brandhof entstanden. 1663 verpachtete die Reinoldikirche ihn an Heinrich Schulte aus Großholthausen Seitdem hat sich der Name Henrichs oder Heinrichsbauer eingebürgert. 1905 verkauft Heinrichs seine Besitzungen an die Stadt Dortmund. Das Wohnhaus wurde im Krieg zerstört, danach wieder aufgebaut. Heute wohnen dort Mieter.

Clüsener an der Cluse

Am alten Hellweg heute Ardey Str. hat im Mittelalter ein Klusener gewohnt. Wahrscheinlich lag diese Behausung in dem Bereich der heutigen Ardey Str.- Am Segen an der Emscher. Der Verwalter des Hauses Brünninghausen ein Priester Renninchus vermerkte in seinem Ausgabeverzeichnis, im Jahre 1510 habe er dem Klusener für ein paar Schuhe einen Schilling gegeben. Nahe dieser Klause entstand ein Kotten welcher zum Hause Brünninghausen gehörte. Als erster Pächter wird ein Lukas Clüsener an der Cluse genannt. Einer übernimmt den Clüsener Kotten im Löcken der andere den Kotten Buse im Löcken(Henrich) Im Jahre 1858 geht der Kotten durch Ablösung an die Familie Klewitz über, welche diesen Kotten am Ende des 19 Jahrhundert wieder an das Haus Brünninghausen verkauft. Nach der Übernahme von Romberg wird der Kotten von dem Bauer Vierhaus bis Ende des I WK Krieges betrieben.1927 übernimmt die Stadt Dortmund den Hof

Pächter des Kotten:

1. Jorgen Schmit an der Cluse wird 1596 erw.

2. Schmied Johann Schepper an der Cluse wird1605 erwähnt

3. Lukas Clüsener an der Cluse + v 1693 oo vor 1668 Anna Margaretha N.

es werden drei Söhne aufgeführt. Einer führt den Kotten an der Cluse weiter , der andere den im Löcken, der dritte Buse im Löcken

Clüsener im Löcken (Wäldchen)

Ein Kotten welcher zwischen 1590 und 1605 entstanden ist, durch die Politik von Conrad von Romberg. Ein Sohn des Clüsener (Cluse) wird dort Pächterwelcher erst 1863 an den Bauern Wiemer übergeht welcher Besitzer wird. Der letzte Besitzer Heinrich Wiemer stirbt ohne Nachfolger und die Familie verkauft den Kotten an Gisbert von Romberg. Von Romberg bewirtschaftet den Hof als Pachtstelle. Pächter ein Burmester. Dieser bewirtschaftet den Hof bis 1950. Allerdings ist dieser Kotten schon 1927 an die Stadt Dortmund verkauft worden, welche das Wohngebäude 1951 abreißen lässt.

Pächter des Kotten: 1. Jorgen Schmit an der Cluse wird 1596 erw.

2. Schmied Johann Schepper an der Cluse wird1605 erwähnt

3. Lukas Clüsener an der Cluse + v 1693 oo vor 1668 Anna Margaretha N.

es werden drei Söhne aufgeführt. Der erst Henrich wurde Pächter auf Kotten Buse (Siehe Nr. 5)

4.Wilhelm Clüsener an der Cluse + 1726 oo 1692 Catharina Schüßler * 1671 in Wellinghofen + 1716 oo 1717 Anna Maria Sträter +1752

5. Henrich Wilhelm Clüsener an der Cluse *1701-+1769 oo 1734 Anna Catharina Sträter + 1743

6. Johann Dietrich Clüsener an der Cluse * 1738 - +1819 oo 1760 Catharina Elisabeth Finkhaus * um 1731 in Ergste +1795

7. Dietrich Wilhelm Clüsener an der Cluse * - +1844 oo Catharina Elisabeth Stütting * Brünninghausen

nach dem Tod von Catharina Elisabeth geht der Hof an Wiemers

Buse im Löcken

Der Hof bestand schon um 1605. Von ca.1693 -1750 war dort ein Clüsener als Pächter, von Romberg eingesetzt. Nach Ablauf der Pacht kam Caspar Buse vom Garenfeld auf den Hof. Der Hof blieb bis 1938 in Besitz der Familie und wurde dann an die Stadt Dortmund verkauft. Die noch vorhandenen Gebäude wurden nach dem Krieg abgerissen. Pächter des Kotten: 1.Rötger im Löcken wird 1605 erstmalig erwähnt er stirbt um 1620

2. Berent Trux gnt. im Löcken * in Kirchhörde oo um 1620 Catharina Luther aus Hacheney

3. Anerbin im Löcken heiratet Hermann Sträter gnt. im Löcken

Es gab noch einen Bruder Berent im Löcken * 1636. Welcher aber verstorben sein muss zum Zeitpunkt der Hofübergabe

4. Elske Sträter gnt. im Löcken * um 1650 oo um 1678 Johannes Wiemer gnt. im Löcken * um 1643 in Barop + um 1693

Es werden 3 Kinder aufgezeigt zwischen 1679 und 1684 wahrscheinlich gestorben kein Kind übernimmt den Hof.

Neuer Pächter: 5.Henrich Clüsener gnt.im Löcken *an der Cluse zu Brünninghausen +1727 in Brünninghausen oo um 1693 Guda Osthoff aus Westhofen + 1734 in Brünninghausen

6. Adolf Clüsener gnt im Löcken * um 1695 + um 1771 oo um 1726 Anna Elisabeth N… . .+ 1761

beide zogen um 1750 auf den Kotten Führer zu Hacheney eine Tochter Anna Elisabeth Clüsener im Löcken * 1727 heiratet Johann Adolf Führer aus Hacheney der Kotten geht an Caspar Buse , Garenfeld gnt. Clüsener

7.Caspar Buse * in Garenfeld Ioo vor 1750 Anna Catharina N…. + 1761 II oo 1762 Anna Catharina Elisabeth Schildkötter

8. Caspar Dietrich Buse gnt. Im Löcken * 1750 + 1799 oo 1777 Anna Gertrud Finkhaus aus Ergste +1808

Sie heiratet nach dem Tot von Caspar Dietrich ihren Schwager

Johann Hermann Buse gnt. durch Heirat im Löcken * 1752 + 1806

1827 übernahm sein Sohn Caspar Dietrich Buse gnt, im Löcken den Hof

Der Hof blieb bis 1938 in Familienbesitz Die beiden Höfe lagen zwischen den heutigen Straßen Bierkamp, Fritz Kahl Str und Klüsenerskamp

Der Schulten Hof in Brünninghausen

War über 400 Jahre im Besitz des Hauses Brünninghausen. (Nicht nicht mit dem Schultenhof in Renninghausen zu verwechseln). Um 1454 übernahm Dietrich v.d. Vitinchove gen Nordkerke von Mallinckrodt den Hof. Grundherren waren seit 1419 die Herren von Mallinckrodt. Es gelang dem Hause Brünninghausen zunächst nicht, den Hof zurückzukaufen. Der Schultenhof, ein Lehen der Edelherren von Volmestein und in Erbfolge der Herren von der Recke, kam erst 1575 wieder an die Familie Romberg (Conrad von Romberg). Der letzte Pächter des Hofes war ein W. Jakobs gen. Schulte. Da dieser die Pachtrückstände an Romberg nicht zahlen konnte musste er den Hof räumen.1867 ging der Hof ein. Das Wohnhaus diente als Mietshaus. 1908 brannten die Gebäude an und wurden nicht wieder aufgebaut. Der Hof stand an der heutigen Kreuzung Hagener, Stockumer, Ardeystr.

Goßmann – Krüger

Dieser Hof wurde auch in den Höven genannt. Erstmalig wir 1704 ein Goswin Schulte dort als Pächter erwähnt, seit dieser Zeit wird er auch Gossmanns Kotten genannt. 1812 erhielt der Schmied Friedrich Christian Krüger aus Nordenbeck bei Waldeck ihn als Pacht. Im Jahre 1863 kauften die Fam. Krüger den Kotten. Im Krieg wurde der Kotten stark zerstört. 1968 verkaufte Krüger den Hof. Er wird nicht mehr bewirtschaftet.

Pächter des Kotten: 1. Goswin Schulte in den Höffen ref. + 1751 oo 1702 Anna Catharina Vorste aus Ober-Castrop + 1711 oo 1711 Anna Gertrud Middelmann aus Hacheney * 1675

2. Caspar Otto Gossmann ref. übernimmt den Hof * 1708 - + um 1750 oo I Heirat 1737 Anna Catharina Clempt luth. * 1715 in Rüdinghausen Brunnebecke oo II Heirat 1751 Heinrich Bredesträter d. Heirat gnt Gossmann ~ 1708 in Brackel + 1767

3. Caspar Henrich Gossmann * 1741-+1788 oo 1782 Anna Christina Wibbecke * um 1748 Wellinghofen ref.oo 1788 Dietrich Wilhelm Jacobs * um 1746 Deusen

neuer Besitzer ab 1812:

4. der Schmied Friedrich Christian Krüger aus Nordenbeck- Waldeck gnt. Goßmann

Der Schildkötter Hof in Renninghausen

Dieser Kotten gehörte früher zur Reinoldikirche und davor zum Hl.-Geist-Hospital in Dortmund. 1558 wurde ein Schildkötter in Dortmund eingebürgert. Caspar v. Romberg verpachtete 1605 dem Jorgen Schildkötter fünf Scheffel Land am Heyweg an der Brünninghauser Heide. 1702 übernahm der erbberechtigte Hermann Schildkötter den Hof. Die grundherrlichen Abgaben wurden 1859 abgelöst. Um 1900 soll der Hof eingegangen sein, die Gebäude dienten als Mietwohnungen, welche im Krieg zerstört wurden. Der Hof lag gegenüber dem heutigen Busbahnhof an der Stockumer Straße.

Pächter auf dem Schildkötter Hof Im Jahre 1558 wird in Dortmund ein Renolt Schildkötter als Bürger aufgenommen. 1. Jorgen Schildkotter oo v 1605 übernahm 1605 Felder an der Brünninghausener Heide

2. Rotger Schildkötter oo v 1627

3. Rotger Schildkötter oo um 1651

4. Ursula Schildkötter gt. 08.10.1651 in St Reinoldi +1694 oo 01.04.1675 in St Reinoldi Friedrich Söllerbeck d. Heirat gnt, Schildkötter * um 1651 in Kruckel + n 1707 oo 01.04.1694 in St. Reinoldi Catharina Schöne aus Westhofen

5. Hermann Schildkötter * 01.04.1677 - +1752 oo 1702 Anna Margaretha Wessels (Heinrich)* 09.09.1678in Renninghausen

6. Johann Hermann Schildkötter * 01.04.1705 + 01.04.1788 oo 01.04.1731 in St Reinoldi Anna Catharina Dümper * 1708 in KL. Holthausen + 1774

7. Anna Catharina Schildkötter * 1733 + 1808 oo 1766 in St Reinoldi Johann Henrich Nierhoff gnt. Köster durch Heirat gnt. Schildkötter gt. 04.01.1735 Brechten + 1789

8. Anna Catharina Schildkötter * 1768 + v 1825 oo in St Reinoldi Johann Henrich Krämer durch Heirat gnt. Schildkötter *30.03.1769 in Eichlinghofen +04.09.1825 in Renninghausen

9. Anna Catharina Elisabeth Schildkötter* 17.03.1796 + n 1849 oo in St Reinoldi v 1821 Joh. Friedr. Wilh. Hülsmann d. Heirat gnt. Schildkötter * 25.12.1791 in Castrop + 14.05.1864 Landwirt in Renninghausen

10. Friedrich Wilhelm Schildkötter (Erbe) * 21.02.1824 + 22.01.1854

Mellinghaus in Brünninghausen

Der Hof war ursprünglich ein Herrensitz. Um 1300 kam der Hof durch Heirat an die Fam. Nordkerke(Dietrich Nortkerke Droste von Hörde baute um 1350 die Wasserburg Brünninghausen- (Nortkerken Haus) Die Familie wählte diesen Hof als Wohnsitz. Durch Heirat kam das Anwesen 1483 in den Besitz eines Zweiges der Familie Rodenberg, die sich später von Romberg nannte. Conrad von Romberg ersetzte 1560 bis 1571 die verfallene Wasserburg durch eine neue Anlage mit jeweils einem Turm an der Nordwest- und an der Südostecke.Ein Teil dieses Herrensitzes wurde zu einem Bauernhof. Einige Zeit wurde dieser Hof von einem Mönch namens Henze bewirtschaftet bis ca. 1583 Dietrich Mellinghaus den Hof übernahm. Dietrich Mellinghaus wurde bei der Verteidigung seiner Pferde von spanischen Soldaten erschlagen. 1808 erließ Napoleon ein Gesetz zur Befreiung der Bauern. Doch erst 1856 konnte die Familie Mellinghaus den Hof durch Ablösung von dem Geschlecht Romberg erwerben. Von den 1821 neu erbauten Hofgebäuden standen bis 2005 noch das Wohnhaus und die Scheune an der Hagener Straße 16. Mittlerweile sind diese Gebäude jedoch einem Nahversorgungsmarkt der Firma Lidl gewichen.1856 wurde der Hof frei nachdem er über 500 Jahre dem Haus Brünninghausen gehört hatte. Der letzte Bauer auf dem Hof verkaufte die Ländereien 1960. Das alte Bauernhaus ist noch erhalten

Die Pächter: 1. Johann Mellinghaus begr.03.02.1715 in Wellinghofen oo um 1670

2. Henrich Mellinghaus + 1747 oo 1717 Anna Maria Bommert aus Eichlinghofen + 1745

3. Anna Maria Catharina Mellinghaus * 1718 + um 1783 oo Anton Wienecke aus Marten + 1748 II oo 1749 Caspar Henrich Reinoldsmann

  • um 1710 in Coerne (Körne)+ 1793

4. Johann Dietrich Mellinghaus * 1739+ 1821 oo Anna Catharina Storck aus Klein Holthausen

5. Johann Henrich Mellinghaus `* 1791 oo Catharina Elisabeth Ortmann aus Berghofen beide waren 7 Jahre auf dem Keune Kotten in Renninghausen Pächter


Der Keune-Middelmann Hof in Renninghausen

Seit 1510 gehörte der Kotten zum Hause Brünninghausen. 1516 wird ein Johann Keune als Pächter genannt. Bei der Aufteilung der Brünninghauser Heide um 1760 werden den Bauern 64 Morgen zugewiesen, hiervon erhält Keune 3 Morgen, 91 Ruthen und 97 Fuß. 1865 heiratet Luise Henriette Keune den aus Sölde stammenden Friedrich Wilhelm Knolle, deren Tochter Caroline Knolle gnt. Keune den Hermann Middelmann aus Wellinghofen heiratete. Der heutige Besitzer S. Middelmann ist der letzte Bauer der noch in Renninghausen seinen Hof bewirtschaftet.

Pächter: 1. Johann Keune wird als Pächter genannt

2. Johann Heimsoth gnt. Keune wird 1613 und 1633 erwähnt

3. Hinrich Keune wird 1654 erwähnt, es werden 4 Kinder angegeben

4. Dietrich Keune wird 1660 als Pächter und Schmied erwähnt + 12.03.1675, es werden drei Kinder erwähnt.

5. Andreas Keune nur durch Erwähnung um 1682

6. N. Keune + vor 1686 I oo vor 1686 Giesbert Stamm + 1719 II oo von Giesbert Stamm mit Clara Althoff aus Benninghofen,

Wwe des Lehrer + 1714 Schüsseler zu Wellinghofen

7. Anna Margaretha Keune * 1687 + 1728 I oo in Wellinghofen Hermann Röhr gnt. Keune aus Flierich + 1754 II oo von Hermann Röhr 1729 Anna Elisabeth up der Worth aus Syburg + 1752

8. Henrich Wilhelm Keune * um 1744 + 1808 I oo 1771 Anna Maria N eine Wwe Mühlenbach aus Lütgendortmund * um 1733 + 1791

Henrich Wilhelm wird 1790 gerichtlich gezwungen den Hof zu räumen.

9. Nun übernimmt für 7 Jahre den Hof Johann Henrich Mellinghaus aus Brünninghausen mit Catharina Elisabeth Ortmann aus Berghofen den Hof.

10. Anna Elisabeth Keune Tochter von Henrich Wilhelm übernimmt den Hof * 1776 oo Johann Georg Kreickmann aus Düren

           Johann Georg Kreickmann  gnt. Keune wird als Pächter 1827 erwähnt

11. Luise Henriette Keune oo 1865 Friedrich Wilhelm Knolle aus Sölde * 08.03.1932 in Sölde

12. Caroline Knolle gnt. Keune oo Hermann Middelmann aus Wellinghofen

Middelmanns Hof (2).jpeg

Der Keune Hof

Nähle in Renninghausen

Der Hof gehörte früher zum Stift Clarenberg in Hörde und kam durch die Säkularisation an den preußischen Staat. Um 1580 wird ein „Naehlen-Gudt“ erwähnt. Bernd Naehle lässt 1638 seine Tochter in der Reinoldikirche taufen. 1650 wohnt ein Lämmerich gnt. Nähle auf dem Hof. Der Hofes Name erscheint seitdem als Familienname. Der letzte Bauer Nähle stirbt 1896. Seine Witwe heiratet später Otto Keilhaus und verkauft die Besitzungen an Romberg. Nach dem Verkauf wird der Hof (auch Bolmke Hof genannt) von Pächtern bewirtschaftet. Die Stadt Dortmund erwarb den Hof 1927 mit dem Ankauf des Gutes Romberg. Bis etwa 1980 war das Gebäude ohne Ländereien vermietet, stand dann lange Jahre leer, wurde aber 2011 an eine Familie verkauft, welche das Haus in Eigen-Arbeit umbaut.

Pächter: 1. Dietrich Lämmerich gnt. Nähle + 1720 oo 1676 Anna Christiana Storck aus Klein Holthausen + 1719

2. Dietrich Nähle * 1677 - + 1736 oo 1710 Anna Goerdt * um 1687 in Salingen + 1710 in Renninghausen

3. Johann Dietrich Nähle * um 1711 in Renninghausen + 1783 in Renninghausen oo 1744 Wwe Catharina Hermann geb. Overbeck

                  * um 1711 in Groß-Holthausen + 1775 in Renninghausen

4. Anna Elisabeth Nähle * 1746 in Renninghausen +1799 in Renninghausen oo Johann Eberhard Grävinghoff durch Heirat gnt. Nähle aus Eving + 1788 in Renninghausen

5. Catharina Margaretha Nähle oo 1789 Bernhard Henrich Kellerkamp durch Heirat gnt. Nähle aus Asseln * 20.12.1767 in Asseln

Nähle-Hof.JPG

Rechts daneben der Eingang zum Schulten-Hof in Renninghausen


Schulte Renninghausen

Schon im 14. Jahrhundert wird der Hof erwähnt. Geschichte hat der Schultenhof genug, sie reicht sieben Jahrhunderte zurück bis ins Jahr 1313. Eine Urkunde aus dieser Zeit erwähnt Adam von Sodingen und Elma Copmann als Bewohner des Hofes. Später wird der Hof Eigentum des Klosters Elsey. Evert von Rennichusen, der „Schulte to Rennichusen“ pachtet den Hof. 1446 taucht zum ersten Mal der Name „Schulten Hof„ auf. Durch Tausch kam der Hof am Ende des 14. Jahrhunderts in den Besitz des Stiftes Clarenberg und bei der Säkularisation in preußischen Besitz. Bei Auflösung des preußischen Domänenbesitzes erfolgte die Ablösung der grund-herrlichen Abgaben um 1830. 1896 verpachtete Schulte den Hof und verkaufte diesen 1900 an die Stadt Dortmund. Der Pächter ab 1896 war Karl Hollberg bis zu seinem Tod 1936. Seitdem heißt der Hof nach dem Pächter Hollbergshof. Der Reichtum, mit dem die Fassade des Fachwerkhauses gestaltet wurde, belegte die Bedeutung der Hofstelle. Heute ist der Hof ein Bio-Hof der Arbeiterwohlfahrt, welcher von behinderten Menschen bewirtschaftet wird.

Schultenhof I.jpg Schultenhof.jpg

Das Haupthaus ist nicht mehr vorhanden.

Schulte an der Landwehr Um 1760 wurde die Brünninghauser Heide aufgeteilt. In der Nordwestecke, an der Landwehr, wurde eine Neusiedler Stelle geschaffen. Um diese Zeit baute Gisbert Lübbert seinen „Erbpacht Kotten“, nachdem sein Vater der Oelschläger, Johann Lübbert, auf der Oelmühle an der Grotenbach Str. gestorben war. Zu dieser Zeit gab es in unserer Heimat noch zwei Schlagbäume. Einer stand hier an der Landwehr, an der Grenzstelle Brünninghauser Heide, Baroper Heide, und dem Hombrucher Domänenwald. Hier wurde Wegegeld genommen weshalb die Besitzung Lübbert am Schlagbaum genannt wurde. Damals herrschte auf der viel tiefer liegenden Landstraße,(Stockumer Str.) ein recht bedeutender Verkehr durch die Kohleverordnung von 1764 für das Salzwerk bei Unna. Auch wurde die Landstraße von Salzfuhrwerken genutzt welche Salzladungen von Unna nach Herbede bei Witten brachten. Der Schlagbaum war allerdings nur mit geringen Einnahmen versehen. der Pastor hat damals den Eintrag festgelegt das der Lübbert nur eine Gabe Eier liefern musste an das lutherische Pastorat in Hacheney und um heilige drei Könige eine „Hast“. Eine „Hast“ war zu der damaligen Zeit ein großer Topf mit Pfefferpotthast, mit eigenen Würsten und Fleisch.

Schulte an der Landwehr.jpeg

Schuhmacher Caspar Heinrich Dietrich Schulte aus Barop heiratete 1803 die Tochter des Gisbert Lübbert, Elisabeth Henriette. Der Vater von Casper Heinrich ist der Lehrer Dietrich Wilhelm Schulte der nach Hücker Schulmeister an der Baroper Schule war. Die Vergrößerung des Hauses nach ihrer Trauung bekundeten die Eheleute über der zweistelligen Tür an der Hofseite Caspar Dietrich Schulte und Catharina Elisabeth Lübbert Eheleute Anno 1814-14.Junius Seit dieser Zeit hieß der Hof "Schulte an der Landwehr" 1847 wurde Caspar Heinrich Dietrich Schulte die Erbpacht über einige Parzellen im Bauernland übertragen. Der Sohn Bergmann Friedrich Wilhelm August Schulte verkaufte an die Interessengemeinschaft einen Morgen Land zur Erweiterung. Noch im Jahre 1915 wählte der Brauereibesitzer Thomas die Inschrift auf einer Ansichtskarte. Im Jahre 1969 wurde der Kotten noch von Frau Emilie Kempmann geb. Schulte bewohnt welche in dem Jahr 85 Jahre alt war. Nach Ihrem Tot wurde der Kotten abgerissen. Heute steht auf dem Grund die Tankstelle “die Zwei“ an der Stockumer Str.167


Schulte an der Landwehr Stockumer Str.167


Heinrichsbauer in Renninghausen

1663 verpachtete die Reinoldikirche diesen Hof an Heinrich Schulte aus Groß-Holthausen. Seit dieser Zeit wurde der Hof Heinrich-Hof oder Heinrichsbauer genannt. der Hof ist wahrscheinlich aus einem früheren Hellenhof bzw. Brandhof entstanden. Im Jahre 1905 wurde der Hof an die Stadt Dortmund verkauft. Leider wurde er im Krieg zerstört.

Schliggemann in Brünninghausen

Dietrich v.d. Vitinchove gt. Nordkerke übergab seinem Sohn Rotger 1425 das Kemenadymkgut. Später wurde das Gut Vodersack genannt. Um 1750 sind die Schliggemann verstorben welche den Hof übernommen hatten. Ein Verwandter Heinrich Schildkötter von Renninghausen gt. Schliggemann wird durch Erbe der Nachfolger. Um 1810 übernimmt Gottfried Brasse gt. Schliggemann den Hof welcher ca. 1860 eingeht. Romberg übernimmt die Gebäude welche im Krieg zerstört werden. Heute befindet sich dort an der Mergelteich Str. ein Altenheim.



Quellen: Hücker: Die Entwicklung der ländlichen Siedlungen Beiträge zur Geschichte Dortmunds Stadtarchiv Dortmund Archiv des Bauernfriedhofes